Auf dem weg nach Konya

 

Oh, meine lieben Leser ihr ahnt ja gar nicht wie sehr mir der Arsch weh tut! Ich setzte mich nie wieder auf ein Mopped! Also zumindest nicht die nächsten 12 Stunden.

Nein, mal im Ernst. Ich brauch dringend eine Pause.

Heute bin ich endlich den Tiefebenen entkommen und damit auch den breiten Straßen und Temperaturen von über 35 Grad.

Die Landschaft in den Bergen ist überwältigend. So wie man sich das eben vorstellt.

Einige Pässe sind auch dabei. Auf einer besonders steilen Strecke kommen mir ein paar LKWs entgegen. Weiter oben stehe ich dann vor einem „Straße-Gesperrt“ Schild. Wo kommen dann die Laster her? Nun, wenn die da durch kommen, schaff ich das auch. Also weiter.

Kurz, ich bin durch gekommen, aber frag mich nicht wie das ein Laster schafft!

Auffällig viele Mohnfelder liegen am weg. Leider ist der Mohn schon fast verblüht. Das muss genial aussehen, wenn das alles blüht. Jetzt stehen da noch diese aus dem Drogenpräventionsunterricht bekannten Mohnkapseln. Ob das jetzt aber für’s Mohnbrötchen ist oder doch für die Pfeife konnte ich nicht heraus finden.


Ich bin inzwischen in Konya angekommen. Konya ist bekannt für die Tanzenden Derwische und die wollte ich mir ansehen. Konya ist eine Stadt von über 1 Mio Einwohner die sprechen alle fließend Türkisch und nur sehr wenige auch eine Sprache, die ich auch beherrsche.

Nach einigem Suchen habe ich das Kültür Bürosu gefunden. Der Herr Bürosu spricht aber auch nur Türkisch. Dennoch kann er mir erklären, das ich bei ihm schon richtig wäre aber eben heute nicht, weil Derwische tanzen nur samstags und heute ist Mittwoch. Da Konya außer den Tänzern nicht viel zu bieten hat bleib ich hier keine 3 Tage. Wirklich schade.

Geh ich halt noch ein wenig über den Basar. Eigentlich auch nichts anderes als bei uns ein Warenhaus, nur halt im freien und sehr türkisch. Die Warenangebote sind ordentlich sortiert. Es gibt je eine Strasse für Kleidung, Schuhe, Fahrräder, Haushaltswaren, Brautmode, was auch immer.

Auf einem Platz sitzt ein älterer Herr mit einigen Behältern in denen irgendwas herumschwimmt. Blutegel! Angeblich heilsam bei so ziemlich allem. Ob ich mir ein paar davon auf den Hinter setzten sollte? Ich verzichte lieber.


Für morgen habe ich  mir einen Schontag verschrieben. D.h. es geht nur die 250km nach Göreme. Ganz gemütlich und mit vielen Pausen fürs Popochen.